MODERNE IT IN ALTEN MAUERN
Projekt IuK-Stelle Stadt Backnang
Backnang – die Stadt nennt sich selbst „Die Murr-Metropole“ – liegt malerisch an der Murr im Backnanger Becken. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erstmals wurde sie 1067 urkundlich erwähnt. Im Herzen der historischen Altstadt liegt das Rathaus, das „zu den schönsten Süddeutschlands“ zählt.
 
Was Einwohner und Besucher erfreut, stellt die IT-Verantwortlichen der Stadt mitunter vor interessante Aufgaben. „Die Verwaltung in Backnang ist dezentral über mehrere Standorte verteilt. Es gibt kein klassisches Rathaus, in dem alle Behörden untergebracht sind“, erklärt Ralf Schorer, Leiter der IuK-Stelle.
 
Aus Sicherheitsgründen plante Schorer ein Ausweichrechenzentrum. Die Infrastruktur – virtualisierte Server und mit DataCore virtualisierter Storage war schnell beschafft und eingerichtet. Ein Vierteljahr lief die Anlage im Parallelbetrieb. Den idealen Platz identifizierte Schorer in einem Server-raum in einem mit Glasfaser angebundenen historischen Gebäude. Der allerdings hatte es in sich: Denn mit einer Raumhöhe von 2,15 - 2,20 Meter ist er sehr niedrig, dazu klein und wie häufig in historischen Gebäuden nur über ein enges, verwinkeltes Treppenhaus zugänglich. „Die neue IT in die existierenden Räume umzuziehen war eine beträchtliche Herausforderung“, bemerkt Schorer, allerdings hätten alternative Räumlichkeiten einen erheblich höheren Aufwand bedeutet.
 
Angenommen hat die Herausforderung die Lehmann IT, ein deutscher Anbieter von Serverschränken aus dem schwäbischen Salach. „Projekte mit besonderen Anforderungen sind uns am liebsten“, erklärt Andreas Fischer, gelernter Anlagenbauer und zuständig für den technischen Vertrieb bei Lehmann IT. „Wir haben uns die Räumlichkeiten vor Ort angesehen und vor allem die Zugänge. Auf dieser Grundlage haben wir für die Stadt Backnang eine individuelle Lösung gebaut.“
Gemeinsam mit einem örtlichen Elektriker setzte man die Installation übers Wochenende um: „Das war schon Zentimeter-Sache, die Schränke durch das enge Treppenhaus zu manövrieren“, erinnert sich Schorer. Die Server- Schränke waren von Lehmann IT auf die Raumhöhe angepasst und oben mit einer speziellen Öffnung für die Verkabelung versehen. Patchfelder und IT-Equipment wurden in die Schränke eingebaut und diese mit einer Schrankkühlung ausgestattet. Eine Stickstofflöschanlage des Lehmann-Partners, der Wagner Gruppe aus Hannover, vervollständigt die Lösung. Und noch ein weiteres Detail setzte Lehmann IT um: Wegen der beengten Verhältnisse im Serverraum musste ein Außenklimagerät zum Einsatz kommen. „Damit das an der historischen Fassade nicht negativ auffällt, haben wir es in Fassadenfarbe lackiert“, schildert Fischer. „Möchte man seinen Kunden zufrieden stellen, kommt es eben auch auf vermeintliche Kleinigkeiten an.“
 
Schränke made in Germany
 
„Lösung und Preis müssen natürlich passen“, erklärt Schorer. Und ist mit dem Projektverlauf zufrieden: „Lehmann IT hat uns geholfen, die für uns ideale Installation umzusetzen.“ Gerade da, wo Anwender mit Standard-Hardware ihrer Anbieter an Grenzen stoßen, sieht Gerd Hofmann, Geschäftsführer der Lehmann IT, die Stär- ken seines Unternehmens: „Wir sind sehr flexibel, auch weil wir unsere Produkte vollständig in Deutschland fertigen. Damit können wir auch auf aus- gefallene Anforderungen und Wünsche unserer Kunden mit den richtigen Produkten und Lösungen reagieren.“